nachgedacht zum Monatsspruch September 2020

»Ja, Gott ist es, der in Chris­tus die Welt mit sich ver­söhnt hat.«
(2. Kor. 5,19)

Ich sit­ze im Flug­zeug und habe ein Ziel, aber durch einen Sabo­ta­ge­akt ist unser Flug­zeug beschä­digt und wir müs­sen auf einer Insel im Pazi­fik lan­den. Wir sind abge­schlos­sen von der Welt zuhau­se und den ande­ren Men­schen. Es führt kein Weg zurück. Es gibt kei­nen Weg wei­ter an das Ziel. 

So erging es Adam und Eva. Durch ihren Unge­hor­sam muss­ten sie das Para­dies ver­las­sen, aber die Sehn­sucht nach Gott unser sei­ner Gegen­wart blieb in ihnen und in ihren Kin­dern. Mehr oder weni­ger blie­ben die Ver­su­che: Wo ist das Fest­land, das Paradies?

Wie fin­de ich Gott? Auf der ande­ren Sei­te ent­wi­ckeln wir Men­schen unse­ren Selbst­er­hal­tungs­trieb und unser Ver­stand flößt uns ein: Wir schaf­fen es, wir ent­wi­ckeln und erfin­den, wir tun Gutes, wenn es mir nutzt, wir arbei­ten bis zum Umfal­len, wir wol­len die Fahrt zum Fest­land ver­die­nen. Wo ist Gott?

Wie oft hat Gott Nach­rich­ten geschickt auf die Insel, um klar zu machen: Gott hat uns nicht ver­ges­sen. Er schick­te Richt­li­ni­en (Gebo­te), er beglei­te­te uns auf unse­rer Insel, aber wir haben nicht ver­stan­den und nicht ver­ste­hen wollen.

Der Maß­stab ist immer, was ich mei­ne und was ich will. Den Weg von der Insel haben wir nicht gefunden.

Dann kam Jesus auf die Insel. Er war ange­kün­digt, er wur­de ein Mensch wie wir mit unse­rer Spra­che und unse­ren Gedan­ken – und er kam vom Fest­land, von Gott.

Durch sei­nen Tod und das Kreuz fin­den wir den ein­zi­gen Über­gang zu Gott zurück, zum Fest­land, zum Himmel.

Was wir tun oder den­ken oder auch las­sen ist unbe­deu­tend. Gott hat uns einen Wg gege­ben: Jesus Chris­tus. Wenn wir an ihn glau­ben und ihn lie­ben, dann fin­den wir den Vater im Him­mel. Das Kreuz legt sich als Weg für uns auf den Zwi­schen­raum von der Insel zum Fest­land, zum Him­mel und ist der ein­zi­ge Weg zurück zu Gott.

Jesus Chris­tus, Dir sei Dank.

W.H.