nachgedacht zum Monatsspruch August 2022

Jubeln sol­len die Bäu­me des Wal­des vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu rich­ten. 1. Chro­nik 16,33

So ein Vers in einer Chro­nik? Liest man den gan­zen Text, sieht man schon am Druck, dies ist ein „Dank­lied Davids“, ver­gleich­bar mit den Psal­men. Und in Ps. 96 fin­den wir genau die­sel­ben Wor­te. Davids Dank bezieht immer wie­der die Natur in die­ses Lob, den Jubel mit ein. (Wie spä­ter Franz von Assi­si) Und dann der Bruch: der Herr kommt die Erde zu richten!

Mit­ten im Lob? Liest man ande­re Psal­me, so gibt es die­se Ver­bin­dung immer wie­der. Ps. 96 trägt dem zu Fol­ge auch die Über­schrift: „Der Schöp­fer und Rich­ter der Welt“. Wir sehen Gott oft nur als den, der in mei­ne aktu­el­le Situa­ti­on passt: ent­we­der Vater oder Schöp­fer oder Herr­scher der Welt oder All­wis­sen­der oder oder… Dabei ist Gott doch alles gleich­zei­tig! So ist der Herr, dem sogar die Bäu­me zuju­beln, auch der Herr, dem allein die Macht über die Welt zu rich­ten zusteht. Ein im ers­ten Moment leich­ter, aber sehr inhalts­schwe­rer Vers.

Mari­an­ne Stemmler