nachgedacht zum Monatsspruch Dezember 2018

»Als sie den Stern sahen, wur­den sie hoch­er­freut.«
Mat­thä­us 2, 10

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!
Eine selt­sa­me Kara­wa­ne beweg­te sich auf das klei­ne Städt­chen Beth­le­hem zu: Män­ner mit einem zwei­fel­haf­ten reli­giö­sen Hin­ter­grund. Män­ner, die nur ein Ziel ver­folg­ten: den neu­ge­bo­re­nen König der Juden anzu­be­ten.

Sie hat­ten geglaubt, die­ser König müss­te in der Haupt­stadt Jeru­sa­lem zu fin­den sein. Aber dort begeg­ne­te ihnen nur Angst, Heim­lich­tue­rei und geheu­chel­te Fröm­mig­keit. Den Stern hat­ten sie schon länger nicht mehr gese­hen. War alles nur eine Ein­bil­dung gewe­sen? Soll­ten sie wie­der nach Hau­se gehen?

Die Magi­er gin­gen nicht wie­der nach Hau­se. Sie ent­deck­ten, dass Gott sie auf sei­ne Wei­se wei­ter­führ­te. Wir dür­fen es eben­falls ent­de­cken. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2018« wei­ter­le­sen

nachgedacht zum Monatsspruch August 2018

Monats­spruch für August 2018:

»Gott ist die Lie­be, und wer in der Lie­be bleibt, der bleibt in ihm.« (1. Joh. 4,16)

Von Gott kann nur tref­fend reden, wer mit Gott in einer Bezie­hung steht. Wer ihn kennt. Zuge­spitzt haben Theo­lo­gen das »rela­tio­na­le Onto­lo­gie« genannt: Ent­we­der steht jemand mit Gott in Bezie­hung, oder es gibt nichts zu sagen.

Die Bil­der, in denen die bibli­schen Tex­te von Gott spre­chen, sind meist Bezie­hungs­bil­der: Gott der Ruach, der Wind/​Hauch/​Geist: Den Wind sieht man bloß an sei­ner Wir­kung, Blät­ter zu bewe­gen… Der Geist wird dar­an erkannt, dass Pfings­ten die Jün­ger in Spra­chen spre­chen, die sie nicht gelernt haben. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2018« wei­ter­le­sen

nachgedacht zum Monatsspruch für Juli 2018:

Monats­spruch für Juli 2018:

»Säet Gerech­tig­keit und ern­tet nach dem Maße der Lie­be! Pflü­get ein Neu­es, solan­ge es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerech­tig­keit über euch reg­nen lässt!« (Hosea 10,12)

In der Land­wirt­schaft ist es wie im Glau­ben: Es gilt, etwas zu tun, und doch haben wir das Eigent­li­che, das Wachs­tum, nicht in den Hän­den. Die Land­wir­tin muss säen, muss mög­li­cher­wei­se dün­gen und bewäs­sern. Es kommt also auch auf das an, was wir tun. Den­noch: Das ist alles, was zu tun ist, aber es garan­tiert nicht die gute Ern­te. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Juli 2018:« wei­ter­le­sen

nachgedacht zum Monatsspruch Juni 2018

»Ver­gesst nicht, Gast­freund­schaft zu üben! Denn ohne es zu wis­sen haben man­che auf die­se Wei­se Engel bei sich auf­ge­nom­men.« Hebrä­er 13, 2.

Gast­freund­lich ist ein Attri­but, dass nicht ein­fach zu erwer­ben ist. Für einen Gast, für Gäs­te geben wir etwas von uns ab. Raum, Zeit, Essen, Trin­ken, wohl­wol­len­de und für­sorg­li­che Auf­merk­sam­keit.

Wir tei­len das, was wir von Got­tes Gna­den haben, mit ande­ren Men­schen. Wir rücken enger zusam­men und wir ver­brin­gen Zeit mit unse­rem Gast. Der Kühl­schrank und der Kel­ler wol­len gut gefüllt sein und wenn die Vor­rä­te zur Nei­ge gehen, fah­ren wir los und holen Nach­schub. Dem Gast soll es an Nichts man­geln.

Die­ses The­ma ist so wich­tig, dass es in einem Kapi­tel über christ­li­ches Leben drei Sät­ze vor dem Gebot der ehe­li­chen Treue steht.

Dem Gast ein Freund sein zu kön­nen ist eine Geis­tes­hal­tung, die, wenn sie von Gott kommt, mehr für den Gast bewirkt, als nur den mate­ri­el­len Nut­zen, wie der eines »All inclu­si­ve« Hotel­auf­ent­hal­tes.

Wenn wir uns für einen Urlaub ein Hotel ein Hotel buchen möch­ten, schau­en wir selbst­ver­ständ­lich die Bewer­tun­gen im Inter­net an. Gro­ße Zim­mer, gutes Essen, Pool, Sau­na, Fit­ness­raum etc. ver­lie­ren sofort an Wert, wenn wir lesen, dass das Per­so­nal unfreund­lich, trä­ge und genervt han­delt.

Wie ist das nun mit den Engeln. Es sind die Die­ner des Höchs­ten, die hier auf Erden wan­deln. Ein schö­ner Gedan­ke so einen zu beher­ber­gen – kein schö­ner Gedan­ke ihn mög­li­cher­wei­se abge­wie­sen oder schlecht behan­delt zu haben. Es könn­te aber auch sein, dass wir sel­ber als Gast­ge­ber für unse­ren Gast zum Engel wer­den – auch ein schö­ner Gedan­ke.

R. P.

Nachgedacht zum Monatsspruch Mai 2018

Es ist aber der Glau­be eine fes­te Zuver­sicht des­sen, was man hofft, und ein Nicht­zwei­feln an dem, was man nicht sieht. (Hebrä­er 11,1)

Der christ­li­che Glau­be kann einen Men­schen auf ver­schie­de­nen Ebe­nen her­aus­for­dern. Neh­men wir z.B. den Kern des Oster­fes­tes, das wir vor kur­zem gefei­ert haben. Da geht es um die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti von den Toten. Vie­le Argu­men­te spre­chen dafür, dass man das wirk­lich glau­ben kann. Denn es gibt z.B. im Alten Tes­ta­ment der Bibel Vor­her­sa­gen, die im Leben Jesu und mit sei­ner Auf­er­ste­hung ein­ge­tre­ten sind (Apg. 13,32−37). Außer­dem haben vie­le Augen­zeu­gen den auf­er­stan­de­nen Jesus Chris­tus per­sön­lich gese­hen, von denen die meis­ten noch leb­ten, als Pau­lus davon berich­te­te. (1. Kor. 15,1−8) Auch wird in wei­ten Krei­sen der Bibel­wis­sen­schaf­ten aner­kannt, dass die Bibel so gut doku­men­tiert und so viel­fäl­tig erhal­ten ist, wie kein ande­res Buch oder schrift­li­ches Werk der Anti­ke sonst. Auch des­halb kann man der Bibel als his­to­ri­sche Quel­le ver­trau­en. Den­ken wir zudem noch an die ers­ten Chris­ten und Chris­tin­nen, so kann man nur stau­nen, mit wel­chem Ein­satz, mit wel­cher Kraft und mit wel­chem Mut sie die­se Oster­bot­schaft in der dama­li­gen Welt aus­ge­brei­tet haben. Für eine blo­ße Idee oder gar eine Lüge, die man ihnen unter­stellt hat­te, nimmt kein Mensch sol­che Stra­pa­zen auf sich. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Mai 2018« wei­ter­le­sen

Nachgedacht zum Monatsspruch März 2018

Jesus spricht: »Es ist voll­bracht!« (Johan­nes 19,30)

Und wie­der ein­mal ste­hen wir kurz vor dem Oster­fest. Was ver­bin­den wir damit? Ein schö­nes har­mo­ni­sches Fami­li­en­fest, gefärb­te Oster­ei­er, lecke­res Essen?

Sehen wir nur das Oster­fest­fest mit dem Auf­er­ste­hen Jesus Chris­ti oder ist uns auch bewusst, dass es dazu zual­ler­erst den Kar­frei­tag benö­tigt hat? Haben wir wirk­lich vor Augen, wie Jesus die­sen ganz schmerz­li­chen und bit­te­ren Weg ans Kreuz gegan­gen ist? Haben wir vor Augen, dass Jesus dies für mich ganz per­sön­lich getan hat? Haben wir vor Augen, dass es um mei­ne ganz per­sön­li­che Schuld ging, die Jesus mit sei­nem Tod am Kreuz auf sich genom­men hat?

Ich den­ke, das sind Fra­ge­stel­lun­gen, die wir uns als Chris­ten immer und immer wie­der stel­len soll­ten. Jesus hat an die­sem Kar­frei­tag­mor­gen sein Kreuz durch die Gas­sen Jeru­sa­lems getra­gen. Danach wur­de er von den römi­schen Sol­da­ten gekreu­zigt. Er selbst war voll­kom­men unschul­dig; er hat dies allein für mei­ne und Dei­ne Schuld getan. Wir kön­nen wohl kaum ermes­sen, was in Jesus in die­sen Stun­den vor sich gegan­gen sein mag. Vom Evan­ge­lis­ten Mat­thä­us erfah­ren wir, dass er – der Sohn Got­tes – zu Gott sei­nem Vater ruft
und ihn fragt, war­um er ihn ver­las­sen habe. Wel­che Got­tes­fer­ne muss er wohl ver­spürt haben, wegen mei­ner und dei­ner Schuld? Und dann bekam er die­sen Schluck sau­ren Essig zu trin­ken und danach spricht er die erlö­sen­den Wor­te: es ist voll­bracht! Mit sei­nem Tod hat Jesus uns von aller Schuld befreit. Dies steckt in sei­nem Aus­ruf »es ist voll­bracht« mit­ten­drin. Wir müs­sen die­ses Geschenk ledig­lich für uns noch anneh­men. Aber dar­an hapert es manch­mal bei uns Men­schen. Wir füh­len uns gar nicht so schmut­zig und schul­dig.

Eigent­lich sind wir doch Men­schen, die ganz in Ord­nung sind. Und doch kön­nen wir tief in uns drin ent­de­cken, dass dem nicht so ist und wir nicht ganz so unschul­dig sind, wir ger­ne vor­ge­ben zu sein. Des­halb war die­ser Tod von Jesus abso­lut erfor­der­lich. Für mich und dich!

Gott schen­ke Euch wie­der einen neu­en Blick auf Kar­frei­tag und Ostern.

E.M.

nachgedacht – Zum Monatsspruch für Oktober 2017

»Es wird Freu­de sein vor den Engeln Got­tes über einen Sün­der, der Buße tut.« Lukas 15, 10

Ein »Sün­der«, das ist jemand, der auf eige­nen Wegen geht, statt auf den Wegen Got­tes. Die meis­ten Men­schen sind Sün­der. Ich jeden­falls sehe kei­nen kate­go­ri­schen Unter­schied zwi­schen mei­nem eige­nen Sün­der-Sein und dem eines IS-Ter­ro­ris­ten oder sons­ti­gen Übel­tä­ters. – Der Unter­schied besteht nicht in der Sün­de, son­dern dar­in, dass ich etwas von Got­tes Ver­söh­nung weiß und sie immer wie­der in Anspruch neh­me. »nach­ge­dacht – Zum Monats­spruch für Okto­ber 2017« wei­ter­le­sen

Nachgedacht zum Monatsspruch für Juli 2017

»Ich bete dar­um, dass eure Lie­be immer noch rei­cher wer­de an Erkennt­nis und aller Erfah­rung.« (Phil­ip­per 1,9)

Pau­lus und der Gefähr­te Timo­theus schrei­ben aus der Gefan­gen­schaft des Pau­lus an die Gemein­de in Phil­ip­pi. Ein ech­ter Freu­den- und Trost­brief ist der Phil­ip­per­brief, obgleich die Lage des Pau­lus gar nicht so erfreu­lich ist. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Juli 2017« wei­ter­le­sen

Nachgedacht… – zum Monatsspruch Juni 2017

»Gott muss man mehr gehor­chen als den Men­schen« (Apg. 5,29)

Die­sen Satz erwi­dern die Apos­tel vor dem jüdi­schen Rat, als man sie dafür anklag­te, dass sie trotz aller Ver­bo­te immer noch in aller Öffent­lich­keit von Jesus errich­te­ten und unter den Men­schen sei­ne Leh­ren ver­brei­te­ten. Ein sehr muti­ges Bekennt­nis. Alle Ver­bo­te und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che sowie die Andro­hung von Stra­fen hat­ten offen­sicht­lich kei­nen Erfolg. Als ich die­sen Vers las, muss­te ich auch an Mar­tin Luther den­ken. Er dach­te nicht dar­an, sei­ne The­sen vor dem Kai­ser und der Kir­che zu wider­ru­fen. Am Ende sei­ne Rede vor dem Reichs­tag in Worms sag­te er: »Daher kann und will ich nichts wider­ru­fen, weil wider das Gewis­sen etwas zu tun weder sicher noch heil­sam ist. Gott hel­fe mir, Amen!«

»Nach­ge­dacht… – zum Monats­spruch Juni 2017« wei­ter­le­sen

Nachgedacht März 2017: Andacht zum Monatsspruch

»Vor einem grau­en Haupt sollst du auf­ste­hen und die Alten ehren und sollst dich fürch­ten vor dei­nem Gott; – ich bin der Herr.« (3. Mose 19,32)

Im Kapi­tel 19 geht es um Wei­sun­gen und Gebo­te, die Mose im Auf­trag Got­tes an das Volk Isra­el wei­ter­ge­ben soll. Es geht um sozia­les Ver­hal­ten und Nächs­ten­lie­be. Unter ande­rem auch um die For­de­rung, die Alten mit dem »grau­en Haupt« zu ehren. Das ist eine For­de­rung, die nicht mehr so recht in unse­re Zeit und Gesell­schaft zu pas­sen scheint, in der einer­seits das Altern ver­drängt wird und ande­rer­seits die Alten als Aus­lauf­mo­dell oder Belas­tung emp­fun­den wer­den. Klug ist das nicht. »Nach­ge­dacht März 2017: Andacht zum Monats­spruch« wei­ter­le­sen