Nachgedacht zum Monatsspruch November 2019

»Aber ich weiß, dass mein Erlö­ser lebt!« (Hiob 19,25)

In unse­rem Haus­kreis haben wir in den letz­ten Wochen das Buch Hiob gele­sen. Die­sen Bibel­vers fin­den wir in Hiobs zwei­ter Ant­wort an sei­nen Freund Bildad. Die Freun­de Hiobs wol­len die­sem in ihren Reden vor Augen füh­ren, dass die­ses Leid des Hiobs nicht ohne Grund über ihn gekom­men sei. Auch für uns Chris­ten, die wir von der Ver­ge­bung Jesu wis­sen, ist manch­mal die­ser alt­tes­ta­ment­li­che »Tun-Erge­hen-Zusam­men­hang« durch­aus prä­sent.

In Hiob 1 lesen wir, dass Hiob alles ver­lo­ren hat­te: alle sei­ne Kin­der waren umge­kom­men, sei­nen gesam­ten Besitz hat­te er ver­lo­ren; dar­über hin­aus war sein Kör­per mit Geschwü­ren von der Fuß­soh­le bis zum Kopf bedeckt. Ein unfass­ba­res Leid also, das über Hiob her­ein­ge­bro­chen war. „Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2019“ wei­ter­le­sen

nachgedacht zum Monatsspruch Oktober 2019…

»Wie es dir mög­lich ist: Aus dem Vol­len schöp­fend – gib davon Almo­sen! Wenn dir wenig mög­lich ist, fürch­te dich nicht, aus dem Weni­gen Almo­sen zu geben!« (Tobit 4,8)

Neben vie­len ande­ren Rat­schlä­gen, die der zum Ster­ben berei­te Tobit sei­nem Sohn Tobi­as mit auf dem Weg geben woll­te, war auch der Satz zum Almo­sen. Die Geschich­ten von Tobit ste­hen in den Spätschrif­ten des Alten Tes­ta­ments und wer­den in der Luther­bi­bel ›Apo­kry­phen‹ genannt, sind aber nicht in jeder Aus­ga­be zu fin­den. Sie berich­ten von einem Mann, der ganz nach dem jüdi­schen Gesetz im 8.Jahrhundert v. Chr. in Nini­ve, der Haupt­stadt von Assur, leb­te.

Almo­sen hört sich irgend­wie nach dem Klein­geld in unse­ren Taschen an, das wir ger­ne bereit sind abzu­ge­ben. Aber das ist hier nicht gemeint. Tobi­as soll mit allem was er hat, Barm­her­zig­keit üben und Gutes tun. Nicht nur das Mate­ri­el­le ist gemeint, son­dern auch der per­sön­li­che Ein­satz. Die­ser Rat­schlag gilt uns heu­te auch. Was immer uns mög­lich ist: Aus dem Vol­len schöp­fend sol­len wir abge­ben! Aber wenn uns nur wenig mög­lich ist, müs­sen wir uns nicht fürch­ten, aus dem Weni­gen zu geben! Aus dem Vol­len etwas für ande­re abschöp­fen, das müss­te doch eigent­lich ein­fach sein. Wir soll­ten Gott dank­bar sein für alles, was wir haben, und das Erreich­te nicht nur unse­rem eige­nen Ver­dienst zuschrei­ben. Auch das Weni­ge ist mehr als nichts, und wer über­haupt etwas geben kann, ist immer noch reich genug. Aus Dank­bar­keit her­aus gibt es sich näm­lich leicht. Nie­mand von uns soll­te sei­ne jet­zi­ge Lebens­si­tua­ti­on als selbst­ver­ständ­lich hin­neh­men.

Tobit spricht in sei­nen Mah­nun­gen die Weis­heit eines Lebens aus, das durch die Ver­bun­den­heit mit dem leben­di­gen Gott geprägt ist. Er zeigt sich uns als ein Mensch, der das gan­ze Leben mit den Augen Got­tes zu sehen ver­steht. Für den Gott nicht irgend­wo auf den Men­schen war­tet, son­dern die Nähe wie die Fer­ne zu Gott sich mit­ten in sei­nem Leben abspielt. Der alte Tobit wuss­te, was ein Leben aus Gott bedeu­tet: Das Gute, das ich habe, muss ich weit­er­schen­ken. Ob es viel ist, oder ob es wenig ist. Und das ein Leben aus Gott bedeu­tet: Mich selbst und die ande­ren zu ach­ten und das wir unse­re Mit­men­schen nicht gering­schät­zen, son­dern wir sol­len im Ver­trau­en auf Gott Gerech­tig­keit tun und Almo­sen geben.

S. Sch.

nachgedacht zum Monatsspruch für September 2019…

Monats­spruch Sep­tem­ber 2019

Was hül­fe es dem Men­schen, wenn er die gan­ze Welt gewön­ne und näh­me doch Scha­den an sei­ner See­le?

Mat­thä­us 16,26

Manch­mal schießt mir der Gedan­ke durch den Kopf, dass es doch ganz ange­nehm wäre, wenn ich mir die­ses oder jenes leis­ten könn­te, ohne dar­über nach­den­ken zu müs­sen, wie das Gan­ze dann zu finan­zie­ren sei.

Und Jesus spricht hier zu sei­nen Jün­gern sogar von der gesam­ten Welt, die einem zur Ver­fü­gung ste­hen könn­te. Nicht mehr nach­den­ken zu müs­sen, ob ich mir die­sen oder jenen Wunsch auch leis­ten kann, das klingt doch erst ein­mal sehr ver­lo­ckend, oder?

Aber ist ein dickes Bank­kon­to wirk­lich dann auch so erstre­bens­wert? Als wir vor eini­ger Zeit am Hafen in St. Tro­pez lang­fla­niert sind, sag­te ein guter Freund zu mir: die­se Leu­te dort auf den Super-Luxus-Yach­ten, die sehen nicht wirk­lich glück­lich aus. Und wir haben die­sen Ein­druck durch­aus bestä­ti­gen kön­nen.

Wenn wir uns die Wor­te von Jesus auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen, dann impli­ziert er ja in sei­ner Aus­sa­ge, dass ein gut gefüll­tes Bank­kon­to uns dazu ver­füh­ren könn­te, dass wir Scha­den an unse­rer See­le neh­men. Der Theo­lo­ge Ber­ger über­setzt hier »was nützt es mir, wenn einem die gan­ze Welt zu Füßen liegt, man aber mit sei­nem Her­zen dafür büßen muss. Und was hat der Mensch denn Kost­ba­re­res als sein Herz?«

Jesus setzt hier also unser Leben ins rech­te Ver­hält­nis: Es gibt nichts Blei­ben­des für uns Men­schen auf die­ser Erde, und schon gar nicht unser Besitz! Ja, es kann unse­rer See­le viel­leicht auch scha­den, wenn wir alles nur in und von unse­rem Leben erwar­ten und ansons­ten kei­ne ande­re Per­spek­ti­ve haben.

Jesus möch­te durch die­se Aus­sa­ge unse­ren Blick viel­mehr auf das aus­rich­ten, was aus sei­ner Per­spek­ti­ve wirk­lich zählt: nur durch und in IHM kön­nen wir unse­ren See­len­heil und damit Frie­den mit Gott erhal­ten. Einen bes­se­ren Seel­sor­ger als Jesus gibt es nicht! Wir sind als Men­schen eben nicht in der Lage, uns selbst zu erlö­sen oder wie bei Münch­hau­sen, uns am eige­nen Schopf aus dem Sumpf zu zie­hen.

Haben wir das in unse­rem eige­nen Leben tat­säch­lich ver­in­ner­licht?

Der Herr seg­ne Euch

Euer E. M.

Gottesdienste im September 2019

In der evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen­Ge­mein­de mit­ten­drin, Wil­helm-Busch-Stra­ße 12, 31515 Wunstorf, gibt es im Sep­tem­ber 2019 fol­gende Got­tes­diens­te:

  • Sonn­tag, 1. Sept., 11 Uhr: Got­tes­dienst mit Kin­der­kir­che, Pre­digt: Peter Mohr
  • Sonn­tag, 8. Sept., 11 Uhr: Got­tes­dienst mit Kin­der­kir­che, Pre­digt: Hans-Her­mann Scho­le
  • Sonn­tag, 15. Sept., 11 Uhr: Got­tes­dienst mit Kin­der­kir­che, Pre­digt: Jaro Baum
  • Sonn­tag, 22. Sept, 16 Uhr: Open Air Got­tes­dienst am Brun­nen. Pre­digt: Hans-Her­mann Scho­le
  • Sonn­tag, 29. Sept., 11 Uhr: Got­tes­dienst mit Kin­der­kir­che. Pre­digt: Ger­man Wil­ler

Nach den 11-Uhr-Got­­tes­­diens­­ten laden wir herz­lich ein zu einer Tas­se Kaf­fee, einem Glas Was­ser und ein­fach zum Ken­nen­ler­nen und Ins-Gespräch-Kom­men.

nachgedacht zum Monatsspruch August 2019

Geht und ver­kün­det: Das Him­mel­reich ist nahe.
(Mat­thä­us 10,7)

Unser Monats­spruch für August steht gleich nach einer Jün­ger­lis­te im Mat­thäu­sevan­ge­li­um. Es scheint, dass die Jün­ger zuerst dazu da sind, das anbre­chen­de, nahe­ge­kom­me­ne Him­mel­reich, das in den ande­ren Evan­ge­li­en Reich Got­tes heißt, zu pre­di­gen. „nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2019“ wei­ter­le­sen

Nachgedacht zum Monatsspruch Juli 2019

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, lang­sam zum Reden und lang­sam zum Zorn. (Jako­bus 1,19)

In unse­rem Haus­kreis lesen wir im Augen­blick den Jako­bus­brief. Der Ver­fas­ser redet an zahl­rei­chen Stel­len von den Aus­wir­kun­gen vor­schnel­len Redens. – Aber uns Bibel­wort für den Monat Juli geht noch ein Stückweit dar­über hin­aus:

Wir wer­den auf­ge­for­dert, immer wie­der bereit zu sein zum Zuhö­ren für die Men­schen in unse­rer Umge­bung, für unse­re Schwes­tern und unse­re Brü­der im Glau­ben. Ich habe mich gefragt, ob dies bei mir zutref­fend ist. Wer mich kennt, wird bestimmt bestä­ti­gen, dass ich eher ein Mensch mit einer gro­ßen Klap­pe bin. „Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2019“ wei­ter­le­sen

nachgedacht zum Monatsspruch Juni 2019…

»Freund­li­che Reden sind Honigseim, süß für die See­le und heil­sam für die Glie­der.« (Sprü­che 16,24)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!

Honig auf einer Schei­be Brot zum Früh­stück ist ein Lecker­bis­sen. Der süße Geschmack brei­tet sich im Mund aus. Honig ist eine Wohl­tat. Und mehr noch: Er ist wirk­lich heil­sam, hemmt Ent­zün­dun­gen und unter­stützt die Hei­lung von Wun­den.

„nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juni 2019…“ wei­ter­le­sen

Gottesdienste im Juni 2019

In der evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen­Ge­mein­de mit­ten­drin, Wil­helm-Busch-Stra­ße 12, 31515 Wunstorf, gibt es im Juni 2019 fol­gende Got­tes­diens­te:

  • Sonn­tag, 2. Juni, 11 Uhr: Got­tes­dienst mit Kin­der­kir­che, Pre­digt: Mari­an­ne Stemm­ler
  • Sonn­tag, 9. Juni, 11 Uhr: Got­tes­dienst am Pfingst­fest mit Kin­der­kir­che, Pre­digt: Ger­man Wil­ler
  • Sonn­tag, 16. Juni, 11 Uhr: Fami­li­en­got­tes­dienst, Pre­digt: Vio­la Lie­bern und Team
  • Sonn­tag, 23. Juni, 18 Uhr: Anbe­tungs­got­tes­dienst mit Abend­mahl. Pre­digt: Hans-Her­mann Scho­le
  • Sonn­tag, 30. Juni, 11 Uhr: Got­tes­dienst mit Kin­der­kir­che. Pre­digt: Frank Weber

Nach den 11-Uhr-Got­­tes­­diens­­ten laden wir herz­lich ein zu einer Tas­se Kaf­fee, einem Glas Was­ser und ein­fach zum Ken­nen­ler­nen und Ins-Gespräch-Kom­men.

bei uns geht die Post ab…

Losung, Kaf­fee­be­cher, EMK, ordent­li­che Grund­la­ge

Sie brau­chen für unse­re Post­kar­ten, die sie in der Gemein­de-Mit­ten­drin kos­ten­los erhal­ten, bloß noch eine pas­sen­de Brief­mar­ke. Sagen Sie ande­ren Bescheid, wenn es Ihnen bei uns gefällt.

Oder schi­cken Sie ein­fach so mal wie­der einen Gruß an lie­be Men­schen. Unse­re Post­kar­ten zei­gen die Losun­gen, die ja einen alt­tes­ta­ment­li­chen Vers für jeden Tag bie­ten (aus­ge­lost), sie zei­gen einen EMK-Kaf­fee­be­cher (»Leben­di­ge Kir­che mit Schwung«) und sie for­dern auf, jedem Tag eine ordent­li­che Grund­la­ge, viel­leicht mit dem Lesen der Losun­gen beim Früh­stück, zu geben.

Wenn es auch nur ein paar Minu­ten des Inne­hal­tens sind: Sie sind kost­bar, zumin­dest dem Ver­fas­ser, an des­sen Küchen­tisch die Kar­te ent­stand. Kom­men Sie vor­bei, neh­men Sie sich zwei oder drei.

F.W.

Nachgedacht zum Monatsspruch Mai 2019

»Es ist kei­ner wie du, und ist kein Gott außer dir.« (2. Samu­el 7,22 – Monats­spruch Mai 2019

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!

Wann waren Sie das letz­te Mal über­wäl­tigt von der unfass­ba­ren Lie­be Got­tes? Stau­nend ange­sichts der Barm­her­zig­keit, die Gott uns in Jesus Chris­tus schenkt?

Der aktu­el­le Monats­spruch aus dem Mund des Königs David ist kei­ne theo­lo­gi­sche Fest­stel­lung über das Wesen und die Ein­zig­ar­tig­keit Got­tes. Son­dern David ringt um Wor­te, weil Gott ihm und sei­nen Nach­kom­men eine wun­der­ba­re Ver­hei­ßung gege­ben hat. David kann nur noch Gott anbe­ten, den Erlö­ser und Beschüt­zer des Vol­kes Isra­el: »Es ist kei­ner wie du, und ist kein Gott außer dir!«

Was mich stau­nen lässt, ist das Oster­fest. Wäh­rend ich die­se Zei­len schrei­be, sind es nur noch weni­ge Tage bis zum Fest der Auf­er­ste­hung Chris­ti. Der Tod, der so ger­ne und uner­bitt­lich das letzt Wort über unse­rem Leben haben will, ist durch Chris­tus über­wun­den. Mich trös­tet und ermu­tigt Ostern, wenn ich an mei­ne eige­ne Sterb­lich­keit den­ke und an das, was um mich her­um ver­gäng­lich ist. Ich weiß, dass mein Erlö­ser lebt und dass Er treu ist. Mit Sei­ner Auf­er­ste­hung hat die neue Schöp­fung begon­nen. Ich stau­ne. Und ich bin vol­ler Erwar­tung, wo und wie die neue Schöp­fung Gestalt gewinnt: »Es ist kei­ner wie du, und ist kein Gott außer dir!« „Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Mai 2019“ wei­ter­le­sen